Impuls der Woche

Der christliche Kurztext für Sie

Jesus lebt! – Nicht zu glauben!

Osterzeit

Zu 1. Korinther 15, 12-19

Jesus lebt!“. Dieser Satz ist an vielen Orten zu finden: auf Außenwänden christlicher Gemeindehäuser, auf Aufklebern an PKWs, auf Handzetteln, die Passanten in Fußgängerzonen wortlos in die Hand gedrückt werden.

Wenn ich dieses „Jesus lebt!“ lese oder höre, erinnere ich mich an eine Frau, die mir von ihrem Besuch auf einem Kirchentag erzählte. In der Begrüßung sei gesagt worden, Jesus sei auf dem Kirchentag „mitten unter uns“.  Gesehen habe sie Jesus aber nicht. Sie hatte die Worte nicht „geistig, sondern „körperlich“ verstanden und fühlte sich von der Kirche betrogen.

Paulus beschäftigt sich in seinem 1. Brief an die Korinther mit einem ähnlichen Problem. In der Gemeinde gab es Mitglieder, die die Auferstehung der Toten für Unfug hielten. Paulus versucht Ihnen mit Argumenten zu begegnen und sagt: „Moment, wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferstanden. Das hätte aber zur Folge, dass unsere Predigt sinnlos ist. Und wenn unsere Predigt sinnlos ist, dann ist auch euer Glaube sinnlos. Wir würden ja die ganze Zeit Lügen über Gott erzählen, wenn Gott Jesus nicht auferweckt hätte. Denkt man dies zu Ende, habt ihr noch alle Sünden und auch die Toten, die im Glauben an Christus gestorben sind, sind verloren. Die Hoffnung auf Christus würde sich nur auf unser jetziges Leben beschränken“. (nach 1. Korinther 15, 12-19)

Die Aussagen „Jesus lebt!“ oder „Jesus ist mitten unter uns.“, in den öffentlichen Raum gestellt, werden nicht verstanden. Sie erscheinen unlogisch, heute genauso wie zu biblischer Zeit. Die Argumentation mit Bibeltexten hilft da nicht. Es ist eine Sache des Glaubens.

Christen ist der Zweifel daran erlaubt. Es gibt im Glauben nichts Gefährlicheres als zu behaupten, ich hätte meinen Glauben „in der Tasche“. Nun könnte das fröhliche Missionieren losgehen. Zweifel zeigen uns, wir sind immer Suchende und fordern Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben sowie Verständnis und Einfühlungsvermögen für den Zweifelnden.

Ihr Matthias Möller

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