Impuls der Woche

Der christliche Kurztext für Sie

Vaterunser V – wie im Himmel, so auf Erden

Bibeltext: Das Evangelium nach Matthäus Kapitel 6, Vers 10

In der Fassung des Vaterunsers, die im Evangelium nach Lukas steht, fehlt der Text „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden“.

Eine mögliche Auslegung wäre, Matthäus erläutert den roten Faden in der Lehre Jesu, von dem im vorhergehenden Abschnitt über „Dein Reich komme“ die Rede war.  Dort ist zu lesen: Der Faden bildet die Verbindung zwischen irdischem und himmlischem Leben. Als Jesus einmal von den Pharisäern gefragt wurde „Wann kommt das Reich Gottes?“, antwortete er: Das Reich Gottes kommt nicht, so dass man’s beobachten kann, man wird nicht sagen: Siehe, hier ist es! oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch (Lukas 17, 20 – 21).

Jeder Mensch hat seine ganz bestimmten Vorstellungen, wie das Reich Gottes sollte und gestaltet werden müsste. Matthäus schafft mit seiner Interpretation Klarheit. Aus seiner Sicht bedeutet „Dein Reich komme“ eben: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden“.

Wenn wir auf Menschen treffen, die sagen „Gott ist da!“ und vorgeben, Gottesnähe vorzuleben, werden wir bei gutem Verstand sehr vorsichtig. Sicher müssen wir von Fall zu Fall prüfen, welcher Geist uns von Gott erzählt und ob es nicht nur eine Maske ist, mit der uns jemand ganz eigene Dinge vermitteln will. Wachsamkeit ist auch im Glauben wichtig. Gott ist keine Dokusoap in einem Privatsender, die zur Unterhaltung dient. Glaube mit Köpfchen wird gebraucht, um Gott zu erkennen.

Ein Problem ist, es fehlen Menschen, die glaubwürdig für Gottes Reich brennen. Die es einfach vorleben, wie die Sache mit dem roten Faden funktioniert: Es geht im Christentum nicht um Machtausübung, sondern um die Freiheit durch seine Liebe. Liebe füreinander und für die ganze Schöpfung.

Ein kleiner Tipp für den Alltag:  Hilfe und ein Mittragen von Menschen, die Leiden, ist ein möglicher erster Schritt. Da braucht man nicht sehr weit zu schauen. Einfach in Familie und Freundschaft beginnen.  Denn getragen werden durch Menschen, die man selbst mag und von denen man weiß, sie mögen einen, ist relativ leicht. Es gibt einen Satz, der oft gesagt wird, über dessen Tiefe wir uns selten klar sind: Ich mag dich leiden! Das bedeutet jemanden so sehr zu mögen, dass man zum Mittragen, Mitleiden und Ertragen in der Lage ist. Das ist die wahre Bedeutung von Liebe und Freundschaft.

Mit dieser Liebe unterwandert Gott jeden Machtanspruch. Sein Wille ist Liebe!

Ihr Matthias Möller

 Dieser Blog verwendet den Linkservice von die-bibel.de.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Impulse zu Texten aus:

(c) 2013 impulsderwoche.de
Größe: 234 × 60
%d Bloggern gefällt das: