Impuls der Woche

Der christliche Kurztext für Sie

Vaterunser VI – Unser tägliches Brot gib uns heute

Bibeltext: Das Evangelium nach Matthäus Kapitel 6, Vers 11

Die Bitte um das tägliche Brot ist innerhalb dieses Gebetes etwas Besonderes. Ein Bruch mitten im Text. Denn während die vorangegangenen  und nachfolgenden Bitten rein geistliche Bitten sind, tritt plötzlich ein leibliches Grundbedürfnis in den Blick: Sättigung mit Brot. Ohne Brot kommt der Mensch nicht aus. Hunger nach Speise holt das Gebet aus den himmlischen Sphären auf die Erde.

Jesus ist es nicht gleich, wie es den Menschen körperlich geht. Das spiegeln schon die Wundergeschichten des Neuen Testaments wieder. Es geht ihm zweifellos darum, dass der Mensch seinen Körper bewahrt und die geschenkte Lebenszeit nutzt.  So wird klar der These widersprochen, das Christentum sei eine Fluchtreligion,  um der Erde zu entkommen.

Die Sorge, ob man heute und morgen genug zu essen haben wird, ist zu allen Zeiten präsent und treibt die Menschen um. Diese Sorge stellt für Jesus auch ein geistliches Problem dar: Wer nie ausreichend zu essen hat, für den wird der Kampf um das tägliche Brot zum „Lebensmittelpunkt“ und das in der Zweideutigkeit des Wortes. Es bleibt keine Zeit, sich um Ruhe für Geist und Körper zu kümmern. Keine Zeit, um die Seele im Gleichgewicht zu halten und die Frage nach Gott zu stellen. Gott ist dann nur noch angeflehter Nothelfer in der Angst um ausreichend Speise.

Jesus lenkt also ganz bewusst unsere Sinne auf das „Reale“. Wer auf ihn schaut, muss Himmel und Erde sehen. Kann die Augen nicht verschließen, um Weltflucht zu betreiben. Die Erde ist kein Durchgangslager auf dem Weg zum Himmel, sondern Geschenk mit Herausforderungen an alle Wesen der Schöpfung. Ein Geschenk mit Herausforderungen, für diese Herausforderungen müssen dem Egoismus allerdings von Zeit zu Zeit die Beine gebrochen werden, damit sie bewältigt werden können! Leider mag dem Egoismus gerade in der Gegenwart keiner an die Knochen gehen … Am Brotmangel der Welt, besser an der ungleichen Verteilung, trägt nicht Gott die Schuld!

Ihr Matthias Möller

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