Impuls der Woche

Der christliche Kurztext für Sie

Zum Nikolausfest

Ein besonderes Fest in der Adventszeit ist der Nikolaustag. Eigentlich. Ist doch dieser Tag weitgehend als vorweihnachtlicher Bescherungstag mit der Bescherung am Heiligen Abend verschmolzen, und der Nikolaus zum Weihnachtsmann geworden. Dabei lässt sich unter der dicken Schicht von Konsum ausgraben.

Die Gestalt des Nikolaus, Bischof von Myra, verweist auf Jesus und dessen zentrale Botschaft der Nächstenliebe. Folgt man den zahlreichen Legenden um Nikolaus, der zirka 300 nach Christus in der heutigen Türkei lebte, kann man feststellen, dass er die Aufforderung Jesu zur Nächstenliebe lebte.

Berichtet wird, dass Nikolaus drei Töchtern einer armen Familie half, die kein Geld für ihre Hochzeiten hatten. Nikolaus hörte davon und warf nachts drei Goldklumpen durchs Fenster.

Vor diesem Hintergrund ist es unmöglich, Nikolaus den Kindern als strafenden Mann darzustellen, der mit der Rute droht. In christlicher Tradition muss vielmehr darauf geachtet werden, die Advents- und Weihnachtszeitmit Blick auf Jesus zu gestalten.

Im Evangelium nach Markus wird berichtet, Jesus stellte Kinder in den Mittelpunkt. Sie kamen zu ihm, Jesus nahm sich Zeit für sie, legte ihnen die Hände auf und segnete sie (nach Markus 10, 13 – 16).

Unmodern ist es geworden, sich mit dem Nächsten auseinanderzusetzen. Wo jeder darum kämpfen muss, seinen Platz in der Gesellschaft zu behaupten und es auch an Festtagen kaum besinnlich wird, zeigt Jesus, dass er Zeit hat, dass jeder Einzelne Gott etwas bedeutet.

Kindern in der Adventszeit, am Nikolaustag, an den Weihnachtstagen Zeit und Zuwendung zu schenken, ist wichtiger, als ein unüberschaubarer Berg von Geschenken und Süßigkeiten. Das lehrt die Gestalt des Nikolaus von Myra.

Mit Blick auf Jesus und die Legenden um Nikolaus von Myra zeigt sich noch etwas anderes: Nicht nur unsere Familie zählt zu unseren Nächsten. Jeder ist der Nächste.

Eine Aussage des spätmittelalterlichen Theologen und Philosophen Meister Eckhart lautet: „Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige; immer ist der wichtigste Mensch, der dir gerade gegenübersteht; immer ist die wichtigste Tat die Liebe.“

Mit Weihnachten als „Fest der Liebe“ und der Besinnung auf dieses christliche Grundthema, verliert der Weihnachtsmann und unreflektiertes Konsumieren der Feiertage an Bedeutung. Sicher ist „unmodern sein“ und „gegen den Trend“ laufen nicht leicht, aber es bringt dazu, über eigenes Handeln nachzudenken und Inhaltsleere durch Inhalt zu ersetzen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 5. Dezember 2013 von in Uncategorized.

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